1919

20. Mai: Konstituierende Generalversammlung
4. Juni: Abschluss Kaufvertrag des Geländes mit der Gemeinde Muttenz
13. September: Baueingabe
1. Dezember: offizieller Spatenstich


1920

15. Oktober: erste Siedlerfamilie zieht ins Musterhaus 81 ein
22. November: Eröffnung der Freidorf-Schule


1921

21. Januar: Einweihung Überlandbahn (Tram) St. Jakob - Muttenz
31. März: 150 Häuser fertig erstellt
24. August: Einweihung Gedenkstein beim Eingang der Spielwiese


1922

1. Januar: Abschluss Verträge betreffend Schule, Strassen und Wege etc. mit der Gemeinde Muttenz


1923

3. Mai: Stiftungsurkunde zur Förderung von Siedlungsgenossenschaften erstellt


1924

August: Abschluss Bauarbeiten Genossenschaftshaus


1929

1. März: Eröffnung der Kleinkinderschule (Kindergarten) im Freidorf
Dies Academicus: Bernhard Jäggi wird Ehrendoktor am Basler Universitätstag


1934

Die Post eröffnet eine Paketannahmestelle mit Wertzeichenverkauf im Freidorfladen


1940

Erste Fassadenrenovation über einen Zeitraum von 4 Jahren. Der Kunstmaler Kaufmann, welcher schon die Farbe des ersten Anstrichs bestimmt hatte, empfahl wiederum ein sattes Rot, während schon dazumal viele Siedler hellere Töne vorgezogen hätten.


1944

Ein schwarzer Tag in der Geschichte des Freidorfs: Am 13. April starb Bernhard Jäggi (Freidorf-Gründer)


1946

Erstmals wird eine Frau als Mitglied der Verwaltung aufgenommen


1947

Die Variante Verlegung des Trams durch das Höhlenbachtal taucht auf.


1948

Die ausserordentlliche Generalversammlung vom 4. Okt. bewilligt einen Beitrag von 10% der Jahresmieten (17'000) und die Stiftung (33'000) für die Verlegung des Trams in den Höhlenbachgraben. Damit wird die Freidorf-Anlage an der St. Jakobs-Strasse gerettet.


1949

Der Regierungsrat von Baselland beschliesst die Verlegung des Trams in den Höhlenbachgraben.


1954

Am 18. Juli ist Hannes Meyer (Architekt vom Freidorf) in Lugano gestorben.


1956

Im Juni zog das Seminar aus dem Genossenschaftshaus in einen Neubau um. Das Freidorf-Restaurant kam durch diesen Wegzug arg in Bedrängnis, fehlten doch nun viele Pensionsgäste.


1964

In den Jahren 1964/1965 fand die zweite Fassadenrenovation statt. Die neue Farbe, eine helles Graugrün, wurde unter Zuziehung des damaligen Denkmalpflegers Fritz Lauber gewählt.


1967

Am 10. März wurde die Abtretung des eigens geführten Freidorf-Ladens an den ACV (Coop Basel) beschlossen.


1968

Am 22. November beschliesst eine ausserordentlliche Generalversammlung die Aufgabe des Restaurants.
Diskussionen um die Errichtung von Alterswohnungen im Genossenschaftshaus werden aufgenommen.


1971

Im Frühjahr zogen die letzten Schulklassen aus dem Genossenschaftshaus aus.


1972

Am 31. März endet die Benützung der Turnhalle im Genossenschaftshaus durch die Gemeinde Muttenz.
Das Projekt betreffend Alterswohnungen im Genossenschaftshaus wird eingestellt.


1973

Erste Verhandlungen mit Coop über die Beherbergung des Rechenzentrums im leer gewordenen Genossenschaftshaus.
Im November bewilligt eine ausserordentlliche Generalversammlung einen Kredit von 2 Mio. Franken für die Investitionen und Renovationen im Genossenschaftshaus zur Unterbringung des Coop Rechenzentrums.


1974

Das zentrale Genossenschaftshaus bekommt eine neu Fassade.


1976

Das Freidorf wird an die GGA (Kabelfernsehen) der Gemeinde Muttenz angeschlossen.
Die Coop Verkaufsstelle Freidorf wird eröffnet.
1390 Fenster werden in den Freidorfhäusern durch neu Doppelverglasungsfenster ersetzt.


1981

Beginn der 3. Fassadenrenovation mit geplantem Abschluss 1984.


1985

Sämtliche Freidorfhäuser erhalten neue Normbriefkästen.
Der Turm auf dem Genossenschaftshaus wird neu mit Kupfer eingekleidet und die Spitze, die Zahlen und Zeiger Blattvergoldet.


1986

Der 1. Novemer ist ein schwarzer Tag für die Region und geht als Sandozkatastrophe in die Geschichte ein. Die Bevölkerung wurde durch Sirenenalarm am frühen Morgen geweckt.


1992

Nach rund 2-jähriger Bauzeit, wird das neue, zentrale Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen. Sämtlliche Häuser wurden mit einem Fernwärmenetz mit dem BHKW verbunden. Die alten Zentralheizungen und Tanks der 150 Häuser wurden demontiert. Das BHKW wird vorwiegend mit umweltfreundlichem Gas betrieben und produziert zusätzlich Strom, welcher in das öffentlliche Netz eingespiesen und entsprechend vergütet wird.


1998

17. August: Spatenstich für die neue Kanalisation im Freidorf.


2000

Durchführung des Projektwettbewerbs "Wonhalternativen" mit dem Ziel ein möglichst attraktives, den Anforderungen gerechtes Projekt für Wohnungen an der St. Jakobs-Strasse zu erhalten. Das Projekt "1919" von Rosenmund und Rieder in Liestal gewinnt den Wettbewerb (siehe auch Wohnen im Freidorf).


2001

Einführung des neuen Verkehrskonzepts im Freidorf. Die Strassen im Freidorf sind nur noch in einer Richtung befahrbar (Einbahnstrassen) und sämtliche Parkplätze sind nummeriert. Neu werden mit der Einführung des neuen Verkehrskonzept die Parkplätze vermietet.


2002

Ersatz der Haustüren: Schon seit längerer Zeit drängte sich ein Ersatz der alten Eingangstüren aus Holz auf; vor allem durch die Witterung in Mitleidenschaft gezogen genügten sie den Anforderungen bezüglich Isolation sowie Abdichtungen nicht mehr. Über einen Zeitraum von einigen Monaten wurden drei Mustertüren getestet (Holz, Alu und Metall).
In drei Etappen wurden dann  in allen Häusern  die Vorder- und Hintertüren durch Metalltüren ersetzt. Anschliessend wurden auch die Hausnummern in der Originalschrift über sämtliche Vordertüren angebracht.


2003

Wohnalternative Freidorf: historischer Entscheid an der a.o. Generalversammlung im August für den Bau der Wohnalternative.
Bildung einer Bau- und Statutenkommission.
Auszug der Coop Informatik aus dem Genossenschaftshaus.


2004

Renovation des Genossenschaftshauses. Einzug der neuen Mieter.


2005

Am 21. April 2005 wird der Grundstein zum Bau der Wohnalternative gelegt.
Anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung im Oktober werden die neuen Statuten und das neue Reglement der Wohlfahrtskasse genehmigt.
Die Kellertüren (aussen) und die Kellerfenster werden in allen Häusern ersetzt.


2006

Bauende der Wohnalternative. Tag der offenen Türe. Einzug der Mieterinnen und Mieter.


2007

Der Spielplatz wird neu gestaltet.
Das Freidorf erhält im Zuge der Netzmodernisierung einen neuen GGA Anschluss.


2008

Erneuerung der Fenster in den Freidorfhäusern.
Am 27. April 2008 wird der neugestaltete Spielplatz mit einem Fest eingeweiht.
Der Genossenschaft Freidorf wird für die Wohnalternative der Architekturpreis durch die Gemeinde Muttenz verliehen.


2009

Verleihung des Baselbieter Heimatschutzpreises an die Siedlungsgenossenschaft Freidorf, eine Auszeichnung für den bedeutendstens Siedlungsbau der Schweiz aus der Zeit zwischen den Weltkriegen.


2010 / 2011

Siedlersaal: Im Herbst 2010 wurde der Siedlersaal im Genossenschaftshaus total renoviert: er wirkt nun freundlich und  hell, vor allem der Bar- und Küchenbereich ist modernisiert. Eine Multimedia-Anlage ermöglicht auch eine vielseitigere Nutzung. Das Echo aus dem Siedlerkreis am schönen Einweihungsfest Ende Oktober war durchwegs positiv.

Sanierung der Wasserleitungen: Eine Gebäudeanalyse der Häuser 1-150 im Jahre 2009 hatte einen dringenden Sanierungsbedarf der 90-jährigen Wasserleitungen ergeben. Das Risiko von spontanen Leitungsdefekten war erheblich. In einigen Etappen wurden deshalb von Herbst 2010 bis Frühjahr 2011 sämtliche Kaltwasser Zuleitungen saniert: 1472 Meter in den Kellern, und 866 Meter im Aussenbereich.